Allergieimpfung Impfung

Bremsenstich-Allergie: Symptome, Behandlung und Gegenmaßnahmen

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Bremsen sind vor allem im Sommer aktiv und häufig in der Nähe von Badeseen zu finden. Mit ihren schmerzhaften Bissen können Bremsen so manchen Ausflug stören. Für Allergiker ist ein Bremsenbiss nicht nur schmerzhaft, sondern kann unter Umständen auch lebensgefährlich sein. Im Folgenden erfahren Sie mehr rund um die Stiche von Bremsen, die damit verbundenen Symptome für Allergiker und Nicht-Allergiker sowie Tipps und Gegenmaßnahmen, die nach einem Bremsenstich ergriffen werden können.


Themen im Überblick

Wissenswertes rund um Bremsen

Die Bremse ist eine Fliegenart und sieht rein äußerlich der Gemeinen Stubenfliege recht ähnlich. Allerdings sind Bremsen ein wenig größer und im Alltag leider auch unangenehmer als Stubenfliegen. Das liegt hauptsächlich daran, dass ein Bremsenstich sehr unangenehm und schmerzhaft ist. Das liegt vor allem daran, dass Bremsen beim Blutsaugen regelrechte Löcher in die Haut beißen und nicht wie bspw. Mücken einen Saugrüssel nutzen. Daher sind Bremsenstiche deutlich schmerzhafter und bringen meist auch größere Quaddeln mit sich.

Anzutreffen sind Bremsen vor allem im Frühjahr und Sommer. Sie bevorzugen dabei Gewässer oder Weiden als Lebensraum. Der häufigste Kontaktpunkt für Menschen sind Badeseen. Hier kann eine Bremse leider das Badevergnügen deutlich stören, denn die Tiere lassen sich auch nicht so leicht vertreiben, wie das bei anderen Insekten der Fall ist.

Symptome bei einem Bremsenbiss für Allergiker und Nicht-Allergiker

Für Allergiker kann ein Bremsenstich lebensgefährlich sein. Die allergische Reaktion wird beim Biss der Bremse durch den eingespritzten Speichel ausgelöst und kann bei Allergikern zu Schockzuständen, Atemnot und Schwellungen führen. Sollten diese Symptome nach einem Bremsenbiss auftreten, ist sofort ein Notarzt für die Behandlung zu rufen. Allergiker mit einer diagnostizierten Bremsenstich-Allergie sollten zudem auf Ihr Notfallset zurückgreifen.

Auch Nicht-Allergiker zeigen aber durchaus bemerkenswerte Reaktionen auf einen Bremsenbiss. Bei ihnen ist mit deutlichen Quaddeln, einem starken Juckreiz und damit verbundenen Schmerzen zu rechnen. Als erste Gegenmaßnahme nach einem Bremsenstich kann Kühlung zur Linderung der Schmerzen beitragen. Effizienter ist allerdings Hitze. Ab einer Temperatur von 40 Grad wird das Protein, das die Bremse in die Haut injiziert, zerstört und verliert dadurch seine Wirkung. Falls Sie also die Möglichkeit haben, kann z.B. ein heißer Kaffeelöffel ein guter Start sein. Darüber hinaus können manche Hausmittel bei allen Insektenstichen angewendet werden.

Wie erkennen Sie eine Bremsengift-Allergie?

Neben den bereits beschriebenen Symptomen, die auf eine Bremsengift-Allergie hinweisen können, macht es ggf. Sinn, sich einem Allergietest zu unterziehen. Dafür kommt ein Bluttest in Frage. Bei unserem Online-Allergietest können Sie zudem erste Indikatoren prüfen und so ggf. die mögliche Gefährdung einschätzen.

Online-Allergietest

Anhand des kostenlosen Online-Allergietest können Sie herausfinden, ob bei Ihnen Anzeichen auf eine Bremsengift-Allergie vorliegen. 

Behandlung von Bremsenstichen und allergischen Reaktionen

Wenn Sie keine allergische Reaktion zeigen, dann können Sie den Bremsenbiss mit Hausmitteln behandeln. Gegen den Schmerz und die Schwellung kann Kühlung effektiv helfen.

Sollten Sie Allergiker sein, dann hilft Ihnen ein Notfallset für Allergiker. Bei auftretendem Hautausschlag können eine Cortisonsalbe oder Allergietabletten helfen. Einen passenden Facharzt können Sie in unserer Facharztsuche ausfindig machen.

Facharztsuche

Nutzen Sie jetzt auch unsere kostenlose Facharztsuche, um einen Allergologen in Ihrer Stadt zu finden.

Eine Hyposensibilisierung der Bremsengift-Allergie ist nicht möglich. Es ist daher eine entsprechende Anpassung des eigenen Verhaltens notwendig, wenn eine Allergie auf Bremsenbisse diagnostiziert wurde.

Tipps für den Alltag mit einer Bremsengiftallergie

Sollten Sie unter einer Bremsenbiss-Allergie leiden, dann gilt es, im Alltag gewisse Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um potenziellen Stichen vorzubeugen.

  • Meiden Sie Wasser und Badeseen: Vor allem im Frühling und Sommer können Sie gezielt Ausflüge in Wassernähe meiden. Das gilt umso mehr, wenn es sich um ein bekanntes Bremsengebiet handelt.
  • Insektenspray nutzen: Wenn Sie dennoch zum Badesee wollen (- und wer könnte es Ihnen verübeln?), sollten Sie ein geeignetes Insektenschutzspray nutzen, das auch explizit gegen Bremsen hilft.
  • Häufig Duschen: Bremsen werden von Schweißgeruch angezogen. Sorgen Sie daher vor allem im Sommer bzw. an heißen Tagen für eine erhöhte Körperhygiene.
  • Passende Kleidung: Bremsen können zwar auch durch dünne Stoffe hindurch stechen bzw. beißen, dennoch sind langärmelige Oberteile und lange Hosen ein guter Schutz. Wer zudem auf dickere Stoffe setzt, hat eine gute Schutzschicht gegen einen Biss.
  • Nicht Kratzen: Sollten Sie doch gestochen werden, dann kratzen Sie besser nicht (auch wenn es schwerfällt). So können Verunreinigungen in die Wunde gelangen und zusätzlich auch noch eine Entzündung entstehen.
  • Notfallset immer dabeihaben: Da Bremsen nicht berechenbar sind, und ein Stich schneller auftreten kann, als Sie sich das vorstellen können, sollten Sie bei jedem Ausflug das Notfallset mitführen. Schulen Sie außerdem Ihre Angehörigen. So können sie im Fall eines Stichs schneller handeln.