Kreuzallergie

Schätzungen zufolge reagieren in Europa bis zu 3,5% der Bevölkerung allergisch auf Insektenstiche. Gelegentlich treten allergische Reaktionen auch bei Insekten auf, gegen die gar keine Allergie bekannt war. Das kann aber natürlich nur bei einem entsprechenden Insektenstich passieren. Erfahren Sie im Folgenden mehr zum Thema Kreuzallergie im Zusammenhang mit einer Insektengiftallergie.

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Eine Insektengiftallergie wurde bei Ihnen noch nicht diagnostiziert aber Sie finden sich in vielen der beschriebenen Symptomen wieder? Unser kostenloser Online-Allergietest gibt erste Aufschlüsse darüber, ob bei Ihnen ein Verdacht auf eine Bienengiftallergie besteht.

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Kreuzallergie

Was ist das eigentlich?

Bei einer Insektengiftallergie treten Kreuzreaktionen zwischen verwandten Arten in der Regel eher selten auf. Der Allergiker reagiert dann auf ein Insekt, obwohl er gegen ein anderes allergisch ist. So können Betroffene einer Wespengiftallergie auch auf Stiche einer Hornisse reagieren Sowie Bienenallergiker auf Stiche einer Hummel. Da Hummeln und Hornissen aber nur sehr selten stechen, sind Kreuzreaktionen auch entsprechend selten.

Die Behandlung einer Kreuzallergie erfolgt bei Insektengiftallergien gegen das Hauptallergen, das heißt gegen Bienen- oder Wespengift. Weitere Maßnahmen sind zumeist nicht notwendig. Wichtiger ist das Wissen um die bestehende Kreuzallergie damit im Fall eines Stichs die richtigen Maßnahmen eingeleitet werden können.

Allergische Reaktionen werden durch bestimmte Proteine ausgelöst, die sogenannten Allergene. Im Aufbau der Proteine bestehen jedoch zum Teil Ähnlichkeiten. Bildet das Immunsystem nun Antikörper gegen einen Proteinabschnitt, der auch in anderen Allergenen vorkommt, kann es zu einer Kreuzreaktivität kommen.

Häufig kommt es vor, dass Pollenallergiker mit Nahrungsmitteln kreuzreagieren. Kreuzallergien können also auch zwischen Allergenen auftreten, die auf den ersten Blick kaum etwas gemeinsam haben.

Nahaufnahme eines Bienenstichs, der in der menschlichen Haut steckt.

Mögliche Kreuzallergien mit Insektengift

Für Insektengiftallergiker sind vor allem Bienen und Wespen von Bedeutung. Sie sind in unseren Breiten regelmäßig in den Sommermonaten anzutreffen und sind mit ihren Stichen auch die Auslöser für allergische Reaktionen. Wer unter einer Insektengiftallergie leidet, reagiert entweder allergisch auf Bienenstiche oder Wespenstiche.

Eine Insektengift-Kreuzallergie kann aber auch bei Stichen von anderen Insekten auftreten:

  • Biene vs. Hummel: Kreuzreaktionen zwischen Bienen- und Hummelgift treten vergleichsweise häufig auf, da beide Arten eng verwandt sind. Daher reagieren viele Bienenallergiker auch allergisch auf Hummelgift. Hummeln stechen allerdings sehr selten zu. Wer aber im beruflichen Kontext mit Hummeln zu tun hat (z.B. in Gewächshäusern), der sollte sich der möglicherweise allergischen Wirkung eines Hummelstichs bewusst sein.

  • Wespe vs. Hornisse: Eine Kreuzreaktivität kann auch zwischen Wespengift und Hornissengift auftreten. Wenn das Immunsystem Antikörper auf Wespengift ausgebildet hat, kann es auch nach einem Hornissenstich zu einer allergischen Reaktion kommen.

Wie sieht die Hyposensibilisierung bei Kreuzallergie aus?

 

Aufgrund der hohen Kreuzreaktivität zwischen Wespe und Hornisse bzw. Biene und Hummel kann eine Allergie auf Hornissengift mit Wespengift behandelt werden und eine Allergie auf Hummelgift mit Bienengift. Spezielle Therapien für Hornissen- oder Hummelgift gibt es in Europa nicht.

Facharztsuche

Nutzen Sie zudem die Facharztsuche, um einen Allergologen in Ihrer Stadt zu finden und den bestehenden Verdacht auf eine Bienengiftallergie abzuklären.

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