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Hummelstichallergie - die wichtigsten Fakten für Allergiker

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Wenn im Frühjahr die ersten Hummeln auftreten, stellen sich viele Menschen die Frage: Können Hummeln stechen? Tatsächlich sind die friedliebenden Tiere durchaus in der Lage, bei Bedrohung zuzustechen. Hummelstiche sind zwar vergleichsweise selten, können jedoch für Allergiker schwerwiegende Folgen haben.

Lesen Sie die wichtigsten Fakten zum Hummelstich und erfahren Sie, woran Sie eine allergische Reaktion erkennen.

Themen im Überblick

Die Hummel - Wissenswertes im Überblick

Die Hummel ist ein friedliebendes Insekt, das sich von Pollen und Nektar ernährt. Zu erkennen ist sie an ihrer dichten Behaarung, dem Saugrüssel und den schwarz-weißen oder braun-weißen Streifen. Die Weibchen besitzen einen Stachel, den sie allerdings nur bei massiver Bedrohung einsetzen.

Im Frühjahr sind Hummeln oft die ersten Insekten, die wir in der Natur antreffen. Sie halten sich vor allem im Bereich von Gärten, Wiesen und Obstplantagen auf. Anders als Bienen überleben Hummeln den Winter nicht. Einzige Ausnahme ist die Königin, die im Frühjahr einen neuen Staat gründet. Ihr Nest bauen Hummeln zum Beispiel in Erdlöchern oder hohlen Baumstämmen.

Wie kann es zum Hummelstich kommen?

Hummeln stechen erst dann zu, wenn sie keinen anderen Ausweg mehr sehen. Im Gegensatz zu anderen Insekten kündigen sie den Stich an. Sie heben das mittlere Bein in Richtung des Angreifers und brummen lauter. Bei zunehmender Bedrohung legen sie sich auf den Rücken und strecken dem Angreifer den Stachel entgegen. Gerade Menschen mit einer bekannten Allergie auf Hummelgift sollten solche Warnhinweise kennen und ernst nehmen.

Häufig kommt es jedoch zum Hummelstich, wenn die Hummel nicht rechtzeitig gesehen wird - zum Beispiel beim Barfußlaufen. Daher sollten insbesondere Allergiker auf Wiesen und Rasenflächen nicht barfußlaufen. Hummeln halten sich im Umfeld von verschiedenen Blüten, Obst- und Gemüsepflanzen auf. Im Gegensatz zu Bienen fliegen sie auch bei schlechtem Wetter aus, sodass es bei jeder Witterung zum Hummelstich kommen kann.

Mit folgenden Verhaltensweisen lassen sich Hummelstiche vermeiden:

  • Schlagen Sie nicht nach Hummeln.
  • Wehren Sie Hummeln mit sanften Bewegungen ab.
  • Fassen Sie keine Hummeln an.
  • Nähern Sie sich keinem Hummelnest.
  • Verwenden Sie im Sommer Fliegengitter.
  • Violette und blaue Farben ziehen Hummeln an. Allergiker sollten blaue Kleidung daher im Sommer vermeiden.

Was tun nach einem Hummelstich?

Hummelstiche schmerzen weniger als Bienenstiche, da der Stachel nicht stecken bleibt und vergleichsweise wenig Gift in die Wunde gelangt. Typisch für Hummelstiche sind ein kurzer, intensiver Schmerz und ein brennendes Gefühl. Die Symptome bessern sich meist durch Kühlen. Auch mit Hausmitteln lässt sich der Hummelstich behandeln, zum Beispiel mit einer frisch aufgeschnittenen Zwiebel oder frischem Meerrettich.

Gefährlich wird es, wenn eine Hummel in den Mund oder Rachen sticht. In diesem Fall sollten Sie sofort ins Krankenhaus fahren oder den Rettungsdienst rufen. Im schlimmsten Fall kann der Rachenraum zuschwellen und zum Ersticken führen. Auch bei allergischen Reaktionen sollte schnellstmöglich gehandelt werden.

Wie erkenne ich eine Hummelgiftallergie?

Eine allergische Reaktion nach einem Hummelstich fällt ähnlich wie bei anderen Insektenstichen aus.


Typische Symptome einer Hummelgiftallergie sind:

  • Juckreiz,
  • Rötungen,
  • Hautausschlag (der sich auf den gesamten Körper ausbreiten kann)

Im weiteren Verlauf kann es zu weiteren Symptomen kommen:

  • Durchfall,
  • Erbrechen,
  • Atemnot,
  • Herzrasen

Im schlimmsten Fall droht ein anaphylaktischer Schock.

Allergiker sollten immer das Notfallset mitführen und nach einem Hummelstich sofort ein Notarzt alarmiert wird. Wichtig ist auch, dass Ihre Angehörigen, Freunde und Arbeitskollegen die wichtigsten Erstmaßnahmen zur Behandlung im Notfall kennen.

Online-Allergietest

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Achtung - Mögliche Kreuzreaktivität

Als Kreuzreaktivität wird das Phänomen bezeichnet, dass Menschen, die nach einem Bienenstich allergische Reaktionen zeigen, ebenso allergisch auf das Gift der Hummel reagieren und umgekehrt. Grund hierfür sind die sehr ähnlichen Peptide und Proteine, die in beiden Giften zu finden sind. Wenn bei Ihnen also in der Vergangenheit bereits eine Allergie gegen Hummelgift diagnostiziert wurde, sollten Sie ebenso bedacht im Umgang mit Bienen reagieren.

Hummelstich - unterschätzte Gefahr für Allergiker

Hummeln sind zwar friedliebende Tiere, können aber bei Bedrohung durchaus zustechen. Menschen mit einer diagnostizierten Allergie auf Hummelgift sollten daher im Freien besonders vorsichtig sein und sich gegenüber Hummeln und auch Bienen umsichtig verhalten. Im schlimmsten Fall kann ein Hummel- oder Bienenstich lebensbedrohliche Reaktionen auslösen.