Allergieimpfung Impfung

Mückenstichallergie - die wichtigsten Fakten für Allergiker

Allergieimpfung Impfung

Dass Bienen- und Wespenstiche für Allergiker gefährlich werden können, ist allgemein bekannt. Doch ist eine allergische Reaktion auch nach einem Mückenstich möglich? Tatsächlich enthält auch Mückengift Allergene, die jedoch weniger häufig zu Reaktionen führen. Dennoch sollten sich Allergiker bestmöglich vor Mückenstichen schützen. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie Sie Mückenstiche behandeln und welche vorbeugenden Maßnahmen es gibt.

Themen im Überblick

Die Stechmücke - lästig, aber meist harmlos

Mit Stechmücken hat wohl jeder schon einmal ungewollten Kontakt gehabt. Bei feucht warmem Wetter schwärmen die kleinen Plagegeister vermehrt aus. Besonders im Umkreis von Gewässern und Feuchtgebieten sind Mücken zu finden. Das feuchte Klima bietet ihnen ideale Brutbedingungen.

Verantwortlich für den gefürchteten Mückenstich sind allerdings nur die blutsaugenden Weibchen. Sie benötigen das Blut, um aus dem enthaltenen Protein ihre Eier zu bilden. Diese legen sie dann in Gewässernähe oder auf Wasseroberflächen ab. Die Männchen hingegen ernähren sich von Pflanzensäften.

Warum kommt es zum Mückenstich?

Im Gegensatz zu Wespen oder Bienen stechen Mücken nicht zur Verteidigung, sondern ernähren sich vom Blut ihrer Opfer. Dieser Umstand macht es schwierig, Mückenstiche gänzlich zu vermeiden. Entgegen der weitverbreiteten Annahme ist aber nicht die Süße des Blutes entscheidend dafür, wie häufig man gestochen wird. Mücken reagieren vielmehr auf unsere Körpertemperatur und den Schweißgeruch.

Besonders häufig sind Mücken in Gewässernähe oder in ländlichen Regionen anzutreffen. Zudem gibt es regionale Unterschiede im Mückenaufkommen. Beliebtestes Angriffsziel sind wenig behaarte, unbedeckte Körperpartien.

Im Gegensatz zu Bienen und Wespen haben Mücken keinen Giftstachel. Im Vergleich wird ein Mückenstich daher auch als weniger schmerzhaft empfunden. Mücken saugen das Blut durch ihren Rüssel, wobei Speichel in die Einstichstelle gelangt. Dieser betäubt das Gewebe und hemmt die Blutgerinnung. So kann die Mücke das Blut des Betroffenen leichter saugen. Eine allergische Reaktion, die äußerst selten vorkommt, ist wiederum eine Abwehrreaktion auf diesen Speichel.

Wie kann ich mich gegen Mückenstiche schützen?

Vorbeugende Maßnahmen gegen Mückenstiche sind unabhängig von einer diagnostizierten Allergie zu sehen, da ein Mückenstich auch mit der Übertragung von Krankheitserregern einhergehen kann. So kann zum Beispiel Lyme-Borreliose auch von deutschen Mücken übertragbar sein.

Im Sommer sind Mücken besonders aktiv, sodass die Wohnräume während dieser Zeit mit Fliegengittern geschützt werden sollten. Repellents, Mückensprays und Mückenstecker haben sich zur Abwehr von Stechmücken bewährt. Außerdem sollte im Freien immer lange Kleidung getragen werden. Ideal sind helle Farbtöne, da Stechmücken von dunklen Farben angelockt werden.

Symptome: Wie erkenne ich eine Mückenstichallergie?

Typisches Symptom nach einem Mückenstich ist eine Schwellung, die oft mit einem starken Juckreiz einhergeht. In der Regel lassen sich diese Beschwerden durch Hausmittel gut behandeln und klingen schnell wieder ab. Bei Allergikern können die Symptome jedoch weitaus stärker ausfallen. Die Schwellung fällt deutlich größer aus. Es kann zu einer Nesselsucht am ganzen Körper kommen. Neben der Schwellung an der Einstichstelle kann auch die Schleimhaut anschwellen. Vor allem Augenlider, Lippe und Zunge können betroffen sein.

Erste Hilfe bei Mückenstichen

Als erste Maßnahme bei Mückenstichen haben sich Kühlkissen, kühlende Salben und Kühlgels bewährt. Die Kälte lindert vor allem den Juckreiz. Nach einem Mückenstich können auch Hausmittel wie eine aufgeschnittene Zwiebel oder heißes Wachs eingesetzt werden. Gegen starke Schwellungen, Rötungen oder Juckreiz helfen rezeptfreie Antiallergika aus der Apotheke.

Sobald sich der Mückenstich entzündet oder der Verdacht auf eine Mückenstichallergie besteht, sollte aber in jedem Fall ein Arzt zurate gezogen werden.

Online-Allergietest

Sie finden sich in den Symptomen, die für eine Mückenstichallergie sprechen wieder? Machen Sie jetzt den kostenlosen Online-Allergietests und prüfen Sie, ob sich der Verdacht einer Allergie erhärtet.

Facharztsuche

Nutzen Sie zusätzlich unsere Facharztsuche, um einen Allergologen in Ihrer Nähe zu finden und den Verdacht abzukären.

Mückenstichen vorbeugen - Komplikationen vermeiden

Anaphylaktische Reaktionen wie bei anderen Insektengiftallergien sind bei Mückenstichen die Ausnahme. In extrem seltenen Fällen kann dennoch eine schwere allergische Reaktion auch nach einem Mückenstich auftreten. Ein höheres Risiko liegt hier allerding in der Übertragung von Krankheitserregern. Vorbeugende Maßnahmen sind daher gerade in den Sommermonaten unverzichtbar.