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Stechfliegenstich: der Stich, mit dem Allergiker nicht rechnen

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Können Fliegen stechen? Diese Frage stellen sich im Sommer viele Menschen, wenn sich eine scheinbar harmlose Stubenfliege als Blutsauger entpuppt. Tatsächlich handelt es sich hier nicht um eine gewöhnliche Fliege, sondern um eine gemeine Stechfliege. Der Stich der kleinen Quälgeister ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch ernsthafte Folgen haben. Wir zeigen Ihnen, woran Sie Stechfliegen erkennen und warum deren Stich keinesfalls harmlos ist.

Themen im Überblick

Stechfliege oder Stubenfliege - was ist der Unterschied?

Die gemeine Stechfliege ist auch als Wadenstecher, Wadenbeißer oder Stallfliege bekannt. Rein äußerlich sieht sie der gewöhnlichen Stubenfliege so ähnlich, dass beide Tiere oft verwechselt werden. Dabei handelt es sich keineswegs um dasselbe Tier. Im Gegensatz zur harmlosen Stubenfliege können ihre kleineren Verwandten nämlich durchaus zustechen.

Stechfliege
Stubenfliege

Stechfliegen sind etwa 6-7 mm lang und gut zu erkennen an ihrem kräftigen, abstehenden Stechrüssel. Ihre Flügel sind stärker gespreizt als die einer gewöhnlichen Stubenfliege. Anders als Mücken und Bremen saugen bei Stechfliegen beide Geschlechter Blut. 

Wann und wo sind Stechfliegen anzutreffen?

Die Stechfliege ist auch als Stallfliege bekannt, da sie sich bevorzugt im Umfeld von Kuh- und Pferdeställen aufhält. Gelegentlich kann sie sich auch in geschlossene Räume verirren, insbesondere bei weit offenstehenden Fenstern und Türen. Das weltweit verbreitete Insekt hat seine Hauptsaison zwischen Juni und Oktober. Seine Eier legt es vor allem in Tierkot ab.

Bevorzugte Wirte der Stechfliege sind Nutztiere, allen voran Kühe und Pferde. Auch auf den Menschen hat es der Quälgeist abgesehen. Attackiert werden vor allem Bauch und Beine. Häufigste Opfer der Stechfliege sind Reiter, Landwirte und andere Personen mit engem Kontakt zu Nutztieren.

Wie kann ich mich gegen Stechfliegen schützen?

Stechfliegen entwickeln gegen Insektizide leicht Resistenzen. Aus diesem Grund sind vorbeugende Maßnahmen besonders wichtig, um einen Wadenstecherstich zu vermeiden. Gerade im Kontakt mit Nutztieren sollten Sie die Haut bedeckt halten und die Innenräume mit Fliegengittern schützen. Auch UV-Lichtfallen haben sich zur Bekämpfung von Stechfliegen bewährt.

Wichtig ist ebenfalls, Mülltonnen fest zu verschließen und Komposthaufen abzudecken. Da Wadenstecher ihre Eier bevorzugt in Tierkot ablegen, sollten Pferdeäpfel, Kuhdung und Misthaufen möglichst zeitnah entfernt werden.

Ich wurde von einer Stechfliege gestochen - was nun?

Wer bei der Begegnung mit einer Stechfliege einen Stich davongetragen hat, bemerkt zunächst einen stechenden Schmerz und eine leichte Blutung. Auch ein Juckreiz oder schmerzhafte Quaddeln sind möglich, vergleichbar mit einem Bremsenstich. Im schlimmsten Fall kann der Wadenstecher eine Infektion verursachen, die mit starken Hautreaktionen und Entzündungen einhergeht. Bereits ein kurzer Hautkontakt genügt, um Bakterien und Viren zu übertragen.

Um nach der Begegnung mit einer Stechfliege die Stich-Symptome zu lindern, eignen sich Kühlgels und handelsübliche Mittel gegen Mückenstiche.  

Falls die Hautreizungen nicht abklingen oder gar anschwellen und sich stark verfärben, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. In diesem Fall hat sich die Wunde möglicherweise infiziert.

Sollte es nach einem Stich zu allgemeinen Reaktionen kommen, die unabhängig von der Einstichstelle auftreten, sollte umgehend der Notarzt alarmiert werden. Solche Reaktionen können z. B. Juckreiz am ganzen Körper, Kreislaufbeschwerden, Atemnot oder Übelkeit sein.

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Stechfliegenstich - keinesfalls harmlos

Entgegen der weitverbreiteten Annahme können Fliegen durchaus zustechen - das gilt zumindest für die gemeine Stechfliege. Der Stich dieser Insekten ist nicht zu unterschätzen, da schon bei einem kurzen Hautkontakt bakterielle Infektionen übertragen werden können. Bei Allergikern besteht das Risiko von lebensbedrohlichen Reaktionen. So kann der Stich einer Stechfliege heftige allergische Reaktionen auslösen. Im Zweifelsfall sollte daher nach einem Wadenstecherstich immer ein Arzt aufgesucht bzw. ein Notarzt alarmiert werden.