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Wespengiftallergie - Symptome und Erstmaßnahmen

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Sommerzeit ist Wespenzeit - für Allergiker ist somit besondere Vorsicht geboten. Oft genügt schon eine unbedachte Bewegung, um eine Wespe zum Zustechen zu bewegen. Während ein Wespenstich in den meisten Fällen einfach nur schmerzhaft ist, kann er für Menschen mit Wespengiftallergie zur lebensbedrohlichen Gefahr werden.

Rund 3 % aller Deutschen reagieren allergisch auf Bienen- oder Wespengift. Damit zählt die Wespengiftallergie zu den häufigsten Formen der Insektengiftallergie. Lesen Sie hier, wie Sie schmerzhafte Stiche vermeiden und woran Sie nach dem Wespenstich eine allergische Reaktion erkennen.

Themen im Überblick

Die Wespe - Wissenswertes auf einen Blick

Die Wespe ist ein staatenbildendes Insekt, das bei uns vorrangig zwischen Mai und Oktober anzutreffen ist. Im Herbst sterben die meisten Tiere mit Ausnahme der Königinnen. Diese überwintern und gründen im Frühjahr neue Staaten. Manche Wespenarten nisten regelmäßig im Siedlungsbereich. Sie suchen auch anthropogene Nahrungsquellen auf, sodass es zu Wespenstichen beim Essen oder Trinken im Freien, z.B. an Kaffeetischen, in der Bäckerei, in Biergärten oder beim Grillen kommen kann. Des Weiteren sind sie an süßen Beeren, Weintrauben, Obst und Fallobst anzutreffen.

Zu erkennen ist die Wespe an der ausgeprägten Wespentaille und ihrer kräftigen, gelb-schwarzen Zeichnung. Im Vergleich zur Biene ist die Wespe kaum behaart. Außerdem verbleibt nach einem Wespenstich kein Stachel in der Wunde. An diesem Merkmal lassen sich Wespenstiche meist zuverlässig von Bienenstichen unterscheiden.

Wann kann es zum Wespenstich kommen?

Wespen werden vor allem von zuckerhaltigen Speisen angezogen. Auch Fleisch und Wurst können die Insekten anlocken. Da Wespen auf Bedrohungen sehr aggressiv reagieren können, sollten Sie die Störenfriede auf keinen Fall mit hektischen Bewegungen vertreiben oder anpusten. Letzteres lässt die Tiere nämlich durch das ausgeatmete CO2 aggressiv werden. Besser ist es, die Wohnräume durch Insektenschutznetze vor ungewollten Eindringlingen zu schützen.

Als Allergiker sollten Sie im Sommer auf stark duftende Kosmetik verzichten. Ebenso sollten beim Frühstück im Freien verlockende Speisen abgedeckt werden.

Was tun bei einem Wespenstich?

Wespenstiche sind meist relativ schmerzhaft und gehen mit Rötungen und Schwellungen einher. In der Regel klingen solche Wespenstich Symptome nach einigen Stunden komplikationslos ab. Gefährlich wird es, wenn die Wespe im Mund- oder Rachenraum zusticht. In diesem Fall sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden, da die Atemwege zuschwellen können.

Als Erstmaßnahme gegen Schmerzen und Schwellungen sollten Sie die Einstichstelle gut kühlen. Als Hausmittel gegen Wespenstiche haben sich Zwiebel und Speichel bewährt. Der menschliche Speichel enthält vermutlich eiweißspaltende Stoffe, die das Wespengift zersetzen. Auch Hitze kann die Eiweiße im Wespengift zerstören, wenn sie unmittelbar nach dem Stich angewandt wird.

Wie erkenne ich eine Wespengiftallergie?

Für Menschen mit einer Wespengiftallergie kann ein Wespenstich lebensbedrohlich sein. Typische Anzeichen für eine allergische Reaktion sind Reaktionen, die von der Einstichstelle entfernt auftreten, z. B. Rötungen und Quaddeln, die sich über den ganzen Körper ausbreiten können. Je nach Schweregrad kann es zu weiteren Symptomen kommen:

  • Atemnot,
  • Übelkeit,
  • Herzrasen,
  • Schwindelzustände

Es droht schlimmstenfalls ein anaphylaktischer Schock.

Bei Verdacht auf Wespengiftallergie sollte nach einem Stich sofort der Notarzt alarmiert werden. Falls bei Ihnen bereits eine Wespengiftallergie diagnostiziert wurde, sollten Sie gerade im Sommer immer das Notfallset mitführen. Wichtig ist, dass Sie sich mit der Nutzung im Vorfeld vertraut machen und den Anaphylaxie-Notfallplan kennen. So können Sie bei einem Wespenstich sofort reagieren.

Online-Allergietest

Anhand des kostenlosen Online-Allergietests können Sie herausfinden, ob bei Ihnen Anzeichen auf eine Wespengiftallergie vorliegen.

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Den Sommer genießen trotz Wespengiftallergie

Für Allergiker gilt: Je konsequenter Sie Wespenstichen vorbeugen, desto sicherer können Sie den Sommer genießen. Vermeiden Sie Risikosituationen, decken Sie verlockende Speisen ab und schützen Sie die Wohnräume mit Fliegengittern. Vor allem aber sollten Sie niemals nach Wespen schlagen oder hektisch reagieren, da die Tiere aggressiv reagieren können. Wenn Sie sich zusätzlich mit den Allergie-Notfallmaßnahmen vertraut machen, lässt sich der Sommer trotz Wespengiftallergie genießen.