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Bienengiftallergie: Was tun bei allergischen Reaktionen?

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Die Bienengiftallergie zählt zu den Insektengiftallergien, bei denen es zu schwerwiegenden und sogar lebensbedrohlichen allergischen Reaktionen kommen kann. Die Betroffenen reagieren hier auf verschiedene Substanzen im Bienengift. Umso wichtiger ist es für Allergiker bei einer Reaktion auf einen Bienenstich, umgehend entsprechende Maßnahmen einzuleiten und grundsätzlich den Kontakt mit Bienen bestmöglich zu vermeiden. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich gezielt gegen Bienenstiche schützen.

Themen im Überblick

Die Biene - alles Wissenswerte auf einen Blick

Die Honigbiene ist in Deutschland ganzjährig anzutreffen, fliegt jedoch bevorzugt zwischen Frühjahr und Herbst. Sie ernährt sich vor allem von Nektar und Pollen. Unsere heimische Honigbiene zählt zu den Staaten bildenden Insekten. Für die Fortpflanzung ist ausschließlich die Königin verantwortlich.

 Da die Biene meist nur im Verteidigungsfall zusticht, ist ein Bienenstich eher als Unfall anzusehen. Das liegt daran, dass die Honigbiene sich im Wesentlichen von Nektar ernährt im Gegensatz zur Wespe, die ein räuberisches Leben führt. Werden Bienen jedoch in ihrem natürlichen Lebensraum gestört und fühlen sich bedroht, reagieren sie sehr aggressiv. Dann können schmerzhafte Bienenstiche die Folge sein.

Biene

Wespe

Zu erkennen ist die Biene an ihrer starken Behaarung und an ihrem Saugrüssel. Die Streifenzeichnung ist bräunlich und weniger ausgeprägt als bei der Wespe. Nach einem Bienenstich bleibt meist der Stachel stecken und sollte umgehend entfernt werden. (siehe unser Hinweis „Was tun bei einem Bienenstich“).

Wie vermeide ich einen Bienenstich?

Bienen stechen vor allem dann zu, wenn sie sich bedroht fühlen. Besonders gefährdet sind Imker und Personen im näheren Umkreis von Bienenstöcken. Auch beim Barfußlaufen auf Wiesen, bei der Gartenarbeit und bei Aktivitäten in der Natur kann es schnell zu einem Bienenstich kommen.

Bienenstiche vermeiden Sie am besten, indem Sie helle, lange Kleidung tragen. Weite Ärmel und Hosenbeine sollten vermieden werden. Bei der Begegnung mit einer Biene sollten Sie hektische Bewegungen unbedingt vermeiden. Insbesondere Menschen mit einer diagnostizierten Bienengiftallergie sollten dies trotz innerer Panik beherzigen.

Wie entsteht einen Bienengiftallergie?

Bei einer Bienengiftallergie reagieren die Betroffenen auf bestimmte Stoffe (Allergene) im Bienengift. Nach einem Stich bildet der Körper zunächst Antikörper gegen die Allergene. Diese sogenannten IgE-Antikörper führen bei einem erneuten Stich dann zu einer vermehrten Ausschüttung des Botenstoffes Histamin. Dieser Botenstoff ist hauptsächlich verantwortlich für die allergische Reaktion nach einem Bienenstich.

Symptome - Leide ich unter einer Bienengiftallergie?

Bei der Bienengiftallergie handelt es sich um eine Allergie vom Typ 1 (Soforttyp). Während bei Menschen ohne Allergie Symptome wie Juckreiz und eine rötliche Schwellung der Einstichstelle schnell wieder abklingen, fallen Beschwerden bei Allergikern weitaus stärker aus.

Halten die Symptome länger als 24 Stunden an oder kommt es zu starken Schwellungen, so spricht man von einer gesteigerten Lokalreaktion. Atemnot, Schwindel oder ein Engegefühl in der Brust können hingegen ein Anzeichen für eine schwere allergische Reaktion sein. Im schlimmsten Fall kann es zu einem anaphylaktischen Schock kommen.

Falls Sie nach einem Bienenstich einen oder mehrere der oben genannten Symptome für eine allergische Reaktion feststellen, sollte umgehend ein Notarzt alarmiert und das Notfallset angewandt werden.

Bei einer gesteigerten Lokalreaktion, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Ein ärztlich durchgeführter Allergietest kann Aufschluss darüber geben, ob tatsächlich eine Sensibilisierung vorliegt.

Was tun bei einem Bienenstich?

Nach einem Bienenstich sollten Sie als Erste-Hilfe-Maßnahme den Stachel entfernen. Dabei sollten Sie behutsam vorgehen und den Stachel vorsichtig mit dem Fingernagel oder einer Kreditkarte abkratzen. Bei der Verwendung einer Pinzette besteht hingegen die Gefahr, dass der Giftbeutel zusammengepresst wird und so noch mehr Bienengift injiziert wird. Zum Kühlen der Einstichstelle eignen sich Kühlkissen, Kühlgels und kühlende Salben. Ein Antihistaminikum kann starke Hautreaktionen verhindern oder abmildern. Bei nur leichten Symptomen können bekannte Hausmittel gegen Bienenstiche die gewünschte Linderung verschaffen.

Allergiker sollten nach einem Bienenstich das Notfallset anwenden und sofort einen Arzt kontaktieren. Langfristig sollte auch über eine Hyposensibilisierung nachgedacht werden.

Online-Allergietest

Eine Insektengiftallergie wurde bei Ihnen noch nicht diagnostiziert aber Sie finden sich in vielen der beschriebenen Symptomen wieder? Unser kostenloser Online-Allergietest gibt erste Aufschlüsse darüber, ob bei Ihnen ein Verdacht auf eine Bienengiftallergie besteht.

Facharztsuche

Nutzen Sie zudem die Facharztsuche, um einen Allergologen in Ihrer Stadt zu finden und den bestehenden Verdacht auf eine Bienengiftallergie abzuklären.

Ein Leben mit Bienengiftallergie

Für die meisten Menschen sind Bienenstiche harmlos - nicht so für Menschen mit einer Bienengiftallergie. Als Allergiker sollten Sie immer ein Notfallset mit sich führen. Langfristig sollte eine Hyposensibilisierung in Erwägung gezogen werden, um die Bienengiftallergie dauerhaft zu behandeln.